SISTRI, CNA-SHV: FÜR DIE UNTERNEHMEN EIN WETTLAUF MIT VIELEN HINDERNISSEN PDF Drucken E-Mail

Es fehlen noch 20 Tage. Bis dahin muss der Weg sämtlicher betrieblicher Abfälle rückverfolgbar sein, über das vom Umweltministerium eingeführte SISTRI-System, das eine telematische Abfallbuchhaltung und eine Kontrolle der Abfallbewegungen über GPS vorsieht. Das ganze System funktioniert aber noch nicht so recht. Für etwa 350.000 Unternehmen steht ein Weg mit unendlich vielen Hindernissen bevor, je näher der Termin kommt, umso größer wird der Druck (und der Apbtraum).
Die CNA-SHV schlägt Alarm geschlagen.

Nach soviel Lärm um das SISTRI sind bis heute italienweit nur ca. 80% der USB-Stifte verteilt worden, ohne diese können die Betriebe kein Register führen. Auch sind nur auf ca. 70% der Lieferwagen für den Transport von Sonderabfällen die Black Boxes montiert worden. Dies bedeutet, dass Tausende von Unternehmen, die im Jahre 2010 den Tarif für das System eingezahlt haben, nun ihre Pflichten nicht erfüllen können, da sie keinen Zugang zum SISTRI haben oder sich nur erschwert einklinken können, da die Internetverbindung nur sehr schlecht funktioniert.
Will man heute eine Black Box in einem Lieferwagen montieren oder Daten übermitteln, muss man oft stundenlang, wenn nicht ganze Tage, im Netz warten, um eine Verbindung aufbauen zu können. Um technische Informationen seitens des zuständigen Personals wartet man ebenfalls weitgehend umsonst. Die vom Ministerium versprochenen Ausbildungsmöglichkeiten sind ebenfalls fast nur leere Versprechungen geblieben.
Der SHV-Präsident Claudio Corrarati: „Insbesondere besorgt uns die Bürokratie- und Kostenexplosion, die mit dem SISTRI-System zusammenhängt. Das System ist zu kompliziert, die Strafen sind absurd und oft auch nicht einforderbar.Wir sind die ersten, die fordern, dass die Abfälle unter voller Berücksichtigung der bestehenden Gesetze und ohne jegliche Gefahr für die Umwelt transportiert und behandelt werden. Ein so kompliziertes und kostenintensives System wie das SISTRI ist dabei jedoch keine Hilfe. Wir haben bereits verschiedene Vorschläge zur Lösung des Problems vorgelegt:
- erstens, die händische Führung der Papierregister muss auch noch 2011 möglich sein;
- zweitens, die im Jahre 2010 bezahlten Tarife müssen auf das Jahr 2012 übertragen werden. Inzwischen müssen jene Anpassungen und Neuerungen eingeführt werden, die ein effektives System der Rückverfolgung der gefährlichen Abfälle ermöglichen. Nur so kann den Unternehmen geholfen, die Umwelt effektiv bewahrt und geschützt und Gefahr für die Gesundheit der BürgerInnen vermieden werden.
Die Unternehmen fordern Rechtssicherheit und Klarheit. Es geht um die effektiven Kosten und die Notwendigkeit einer effizienten Betriebsführung und die Planung von Abläufen im Betrieb.“

 
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