ERNEUERBARE ENERGIEN: “DER STOPP FÜR FÖRDERUNGEN BRINGT NEGATIVE AUSWIRKUNGEN FÜR DIE UNTERNEHMEN” PDF Drucken E-Mail

ERNEUERBARE ENERGIEN: “DER STOPP FÜR FÖRDERUNGEN BRINGT NEGATIVE AUSWIRKUNGEN FÜR DIE UNTERNEHMEN”

Die SHV-CNA kritisiert die Neuformulierung des gesetzesvertretenden Dekrets, mittels welchem die Entschließung zur Verwendung erneuerbaren Energien umgesetzt werden soll.
Der neue Entwurf übernimmt die Gutachten der entsprechenden parlamentarischen Ausschüsse nicht vollständig und die neuen Bestimmungen bergen die Gefahr, die Entwicklung erneuerbaren Energien zu blockieren. Die Folgen für die Wirtschaft und die Beschäftigungslage erscheinen negativ und führen dazu, dass das Ziel der EU 20-20-20 (Reduzierung von 20% der Treibhausgase, 20% an Energieeinsparungen und 20% der Energie aus erneuerbaren Quellen innerhalb 2020) nicht erreicht werden kann. Die Aussetzung der Fördermaßnahmen für Photovoltaikanlagen - wenn ein Gesamtvolumen von 8.000 MW erreicht sein wird (das Höchstlimit ist eben abgeschafft werden, aber 2010 hatten wir schon 7.000 MW erreicht) - blockiert sämtliche Arbeiten und Aufträge für Firmen dieses Sektors, unterstreicht die SHV-CNA. Insbesondere gilt dies für Südtirol und Apulien, Regionen in denen die meisten Solarpaneele installiert worden sind und wo sich viele Firmen in diesem Bereich spezialisiert haben.
Auch wird auf diese Art und Weise nicht das Problem der Deckung der Förderungsmaßnahmen für alle erneuerbaren Energien gelöst. Die Finanzierung wird de facto weiterhin auf den Rechnungen für Strom und Gas lasten und ungerechte Formen der Besteuerung, die auch wenig transparent sind, werden somit weiter aufrecht gehalten. Der Preis für Energieträger bleibt somit in Italien einer der höchsten von ganz Europa. Anstatt sämtliche Förderungsmaßnahmen zu blockieren, sollte man sie rationalisieren und nur für jene erneuerbaren Energien vorsehen, die effektiv einen Beitrag zum Erreichen der europäischen Ziele beitragen. Diese Förderungen sollen weiterhin aus dem allgemeinen Steuertopf finanziert werden, wie dies auch für die Unterstützung für die Produktivität geschieht.
Die SHV-CNA kritisiert auch die Bestimmungen zur Qualifizierungen von Mitarbeitern im Bereich der erneuerbaren Energien. Kompetenz und Professionalität müssen über einfache Maßnahmen gesichert werden, die der Struktur der Unternehmen des Sektors angemessen sind. Es darf nicht zu weiteren finanziellen Belastungen der Unternehmen kommen. Die Ausbildung darf nicht die Spekulation weniger Unternehmen ermöglichen. Sie muss im Gegenteil dazu dienen, die Unternehmen weiter zu qualifizieren und ihre Korrektheit, Sicherheit und Professionalität zu fördern.

 
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