SÜDTIROL: IRPEF-ZUSCHLÄGE MACHEN 4,6% DER EINKOMMENSSTEUER AUS PDF Drucken E-Mail

Pressemitteilung der Handelskammer Bozen

Die mehr als 300.000 Südtiroler Steuerzahler bezahlen insgesamt 1,6 Milliarden Euro an Einkommensteuer (IRPEF). Zu dieser Summe müssen weitere 75 Millionen Euro addiert werden, die aufgrund des regionalen bzw. kommunalen Zuschlags anfallen.(Foto: Dr. Michl Ebner)

Das von der Regierung geplante Sparpaket bringt einerseits einen erhöhten Steuerdruck, andererseits aber auch Mehreinnahmen für Südtirol mit sich. Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, betont die Notwendigkeit, die Besteuerung zu verringern: „Der erhöhte Steuerertrag, über den Südtirol durch das Maßnahmenpaket verfügen wird, sollte ein weiterer Anreiz dafür sein, die lokalen Steuern zu senken. Durch eine Senkung der IRPEF-Zuschläge kann die Steuerbelastung der Familien verringert werden.“
Aus den Einkommensteuererklärungen von 2010, welche sich auf die Einkünfte von 2009 beziehen, geht hervor, dass die ca. 400.000 Südtiroler Steuerzahler insgesamt ein Einkommen von 8,25 Milliarden Euro erzielten. Berücksichtigt man Abzüge und Freibeträge, waren tatsächlich ca. 309.000 Personen zur Zahlung der IRPEF (Einkommensteuer der natürlichen Personen) verpflichtet. Die durchschnittliche Nettosteuer beträgt 5.320 Euro, was insgesamt 1,6 Milliarden Euro Steueraufkommen entspricht. Da es sich um eine progressive Steuer handelt, wird die größte Last von den Steuerzahlern geschultert, die den höchsten Einkommensklassen angehören: So tragen Steuerzahler mit einem Einkommen von mehr als 90.000 Euro (2,2% der Besteuerten) 22,4% der gesamten Steuerlast und Steuerzahler, mit einem Einkommen von mehr als 40.000 Euro (11,5% der Besteuerten) fast die Hälfte der gesamten Steuer (47,9%).
Zu den oben genannten Beträgen muss der regionale Zuschlag addiert werden, welcher im Durchschnitt 220 Euro pro Steuerzahler bzw. insgesamt 67,5 Millionen Euro beträgt. Schließlich sind 137.000 Südtiroler zusätzlich vom kommunalen Zuschlag betroffen, welcher insgesamt 7,5 Millionen Euro ausmacht. Der Anteil dieser beiden Zuschläge an der gesamten Einkommenssteuerbelastung ist 4,6%.
Das Sparpaket der Regierung sieht für die Jahre 2011 bis 2013 einen Solidaritätsbeitrag von 5% auf Einkommen von mehr als 90.000 Euro und 10% auf Einkommen von mehr als 150.000 Euro vor. Dadurch ergeben sich für die Autonome Provinz Mehreinnahmen im Ausmaß von insgesamt 30 Millionen Euro in drei Jahren. Zusätzliche Einnahmen von 20 Millionen Euro jährlich ergeben sich aus der höheren Besteuerung von Finanzerträgen. Schließlich besteht für den Staat auch noch die Möglichkeit die absetzbaren bzw. abzugsfähigen Beträge im Jahr 2012 um 5% und in den darauffolgenden Jahren um 20% zu kürzen, was 2012 geschätzte 40 Millionen Euro und ab 2014 ganze 200 Millionen Euro an zusätzlichen IRPEF-Steuereinnahmen für Südtirol bedeuten würde. Aus diesem Grund unterstreicht der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner: „Es wäre angebracht die IRPEF-Zuschläge zu senken um so die Auswirkungen der steigenden Steuerbelastung für die Südtiroler Familien zu verringern.“
(Quelle: WIFO)

 
© 2012 CNA di Bolzano Via Righi, 9 - Bolzano Tel. 0471/546777 Fax 0471/931770 P.IVA: 01055580219